Familienaufstellungen
Familienaufstellungen
sind eine Methode der Selbsterfahrung, die die Möglichkeit
bietet, durch die Arbeit in einer Gruppe in Kontakt zu kommen mit
den lebensfördernden Kräften, die es in jeder Familie
gibt.
Familienaufstellungen
werden in Gruppen durchgeführt. Ein Teilnehmer wählt für
sich selbst und für die übrigen Mitglieder seiner Herkunfts-
oder Gegenwartsfamilie Stellvertreter aus der Gruppe aus und stellt
diese im Raum in Beziehung zueinander auf, wobei er sich ganz von
seinem Gefühl leiten läßt. Mit diesem "Aufstellen"
entfaltet sich das innere, meist unbewußte Bild des Teilnehmers
von seiner Familie als äußeres Kraftfeld der Aufstellung.
Die bei den Stellvertretern auftauchenden Gefühle und Körperempfindungen
geben auf eine oft erstaunlich genaue Weise die Situation des betreffenden
Familienmitglieds und der in dieser Familie wirkenden Kräfte
wieder. Stellvertreter erleben in der Aufstellung u. U. intensive
Gefühle von Liebe, Trauer oder Wut ebenso wie ausgeprägte
körperliche Empfindungen wie Hitze, Taubheit, Schmerzen oder
überraschende Leichtigkeit - all das ohne vorherige Information
über die Person, die sie vertreten. Es scheint so, dass die
Stellvertreter durch den Akt des Aufstellens zu "Medien"
für Erfahrungen unbekannter anderer Menschen werden, von denen
sie auf eine gefühlshaft-körperliche Weise"wissen"
und an deren Schicksal sie für die Dauer der Aufstellung teilhaben.
Über dieses Erleben der Stellvertreter können die in einer
Familie im Guten wie im Schlimmen wirkenden Kräfte in einer
Aufstellung ans Licht kommen und vielleicht erstmals bewußt
wahrgenommen werden.
Die Arbeit
mit Familienaufstellungen ist sehr stark lösungsorientiert.
Sie suchen nach guten Kräften für die Lösungen von
Konflikten und Problemen in unseren Familien. Sie ersetzen nicht
unbedingt die Arbeit an einer Lösung, geben jedoch in aller
Regel präzise Hinweise auf Lösungen. |